Slicer-Software aus einem Guss

Eine gemeinsame Softwareplattform für alle Hochleistungs-Schneidemaschinen

Herausforderungen

Die Slicer-Familie von GEA – UniSlicer, MegaSlicer und OptiSlicer – wurde bisher mit jeweils eigener Steuerungssoftware betrieben. Funktionen wurden mehrfach entwickelt, Fehler mussten in jeder Codebasis einzeln behoben werden, und Bedienung und Verhalten unterschieden sich von Maschine zu Maschine.

Ziel war eine einheitliche Softwareplattform auf Basis von B&R, auf der jeder Slicer-Typ nur noch eine Konfiguration aus Standardfunktionen, Varianten und Optionen ist. Ganz nach dem Prinzip „konfigurieren statt kopieren“.

ITQ Lösung

ITQ entwickelt gemeinsam mit GEA die neue Plattform. So entstehen Softwarearchitektur, SPS-Software bis zur Test- und Pipeline-Infrastruktur aus einem Guss. Grundlage ist eine Vier-Ebenen-Architektur nach OMAC/PackML (Machine, Station, Module, Driver) mit einheitlichen Schnittstellen, einem durchgängigen Kommandomodell und gemeinsamen Bibliotheken für Basisfunktionen, Antriebe und Motion.

Die komplette Maschine läuft auf dem Entwicklungs-PC: Die SPS-Software läuft in der B&R-Simulation ArSim, gekoppelt mit einem digitalen Zwilling in iPhysics und der originalen GEA SmartControl HMI. So lassen sich Funktionen ohne reale Maschine entwickeln, in Betrieb nehmen und testen. Abgesichert wird die Qualität durch Unit Tests, Integrationstests mit Robot Framework und eine statische Codeanalyse gegen die Coding Guidelines – lokal und automatisiert in der Azure-DevOps-Pipeline.

Ergebnisse & Nutzen

Mit dem UniSlicer geht die erste Maschine auf der neuen Plattform beim Kunden in Betrieb. Weitere Slicer-Typen werden schrittweise ergänzt.

Weitere Vorteile:

  • eine Codebasis für alle Slicer – neue Funktionen und Fehlerbehebungen kommen jeder Maschine zugute
  • einheitliche Architektur, Bedienung und Tests über alle Maschinentypen
  • kürzere Inbetriebnahme und geringeres Risiko durch Entwicklung am digitalen Zwilling
  • nachweisbare Qualität durch automatisierte Tests bei jeder Änderung
  • übertragbar auf weitere GEA-Maschinen, z. B. Verpackungsmaschinen

FAQ

Die drei Slicer-Typen UniSlicer, MegaSlicer und OptiSlicer liefen mit jeweils eigener Steuerungssoftware. Funktionen wurden mehrfach entwickelt, Fehler mussten in jeder Codebasis einzeln behoben werden, und Bedienung und Verhalten unterschieden sich je Maschine. Gesucht war eine gemeinsame Plattform, auf der jeder Slicer nur noch eine Konfiguration ist.

Eine einheitliche Softwareplattform auf Basis von B&R mit einer Vier-Ebenen-Architektur nach OMAC/PackML, einheitlichen Schnittstellen und gemeinsamen Bibliotheken. Entwickelt und getestet wird am digitalen Zwilling: ArSim-Simulation, iPhysics-Modell und originale GEA SmartControl HMI, abgesichert durch automatisierte Tests in der Azure-DevOps-Pipeline.

ITQ entwickelt die Plattform gemeinsam mit GEA; von der Softwarearchitektur über die SPS-Software bis zur Test- und Pipeline-Infrastruktur. Dabei hat die ITQ die Architektur, den digitalen Zwilling und die Testautomatisierung maßgeblich mitgestaltet.

Mit dem UniSlicer läuft die erste Maschine auf der neuen Plattform beim Kunden; weitere Slicer-Typen folgen schrittweise. Aus vier getrennten Codebasen wurde eine gemeinsame, automatisiert getestete Lösung.

Neue Funktionen und Fehlerbehebungen kommen allen Slicern zugute. Architektur, Bedienung und Tests sind einheitlich, die Inbetriebnahme ist kürzer und risikoärmer, und die Qualität ist bei jeder Änderung nachweisbar. Die Plattform lässt sich zudem auf weitere GEA-Maschinen wie Verpackungsmaschinen übertragen.

Details:

Die GEA Group ist einer der größten Systemanbieter für die Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Am Standort Kempten entwickelt und fertigt GEA Hochleistungs-Slicer, die Wurst, Schinken und Käse präzise in Scheiben schneiden, portionieren und wiegen.

Weitere Informationen:

Branche: Maschinenbau

Kundenstatement:

„Mit der neuen Softwareplattform haben wir den Schritt von vier getrennten Codebasen zu einer gemeinsamen, testbaren Lösung geschafft. ITQ hat dabei nicht nur programmiert, sondern Architektur, digitalen Zwilling und Testautomatisierung entscheidend mitgeprägt.“
Peter Gülzow,
GEA Food Solutions Germany GmbH

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